Der Schäfflertanz
 

Schäfflertanz ist ein Zunft-Tanz der Schäffler, ursprünglich nur in München, die zu Musik festgelegte Figuren tanzen. 

Ab 1830 verbreitete sich der Brauch durch wandernde Schäfflergesellen auch außerhalb Münchens und ist heute in vielen Orten im altbayerischen Raum üblich. Der Legende nach wurde der Tanz in München erstmals 1517 während einer Pestepidemie aufgeführt, um die Bevölkerung, die sich aufgrund der Pest kaum mehr auf die Straße traute, zu beruhigen und das öffentliche Leben wieder in Gang zu bringen.  Alle  Schäffler sind mit schwarzen Schuhen, weißen Kniestrümpfen, schwarzer Kniebundhose, Schurzleder, roter Jacke und grüner Kappe mit weißem Federbusch gekleidet. Teilnehmen durften ursprünglich nur unverheiratete Schäfflergesellen mit einwandfreiem Leumund, nicht jedoch Schäfflermeister oder deren Söhne. Erst ab den 1960er-Jahren mussten verheiratete und berufsfremde Tänzer zugelassen werden, um die Tradition aufrechterhalten zu können. Der ursprüngliche Aufführungsturnus ist unklar. Seit 1760 wird das Schauspiel alle sieben Jahre – das nächste Mal wieder 2012 – zur Faschingszeit aufgeführt. Warum alle sieben Jahre, ist nicht sicher geklärt; Vermutungen zielen auf ein verstärktes Auftreten der Pest alle sieben Jahre, die man durch den Tanz eindämmen wollte, auf die Sieben als Glückszahl oder auf Herzog Wilhelm IV, der den Schäfflern das Recht gab, alle sieben Jahre ihren Tanz aufzuführen. 

In Frontenhausen wurde der Tanz erstmals 1866 vom Arbeiter-Kranken-Unterstützungsverein aufgeführt.

1949 wurde diese Tradition vom TSV Frontenhausen übernommen und bis heute weitergeführt.

 

 

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